Fragen und Antworten

für Arbeitnehmer in der Pflege

Antworten auf Ihre Fragen

1. Wer kann vom Versorgungswerk KlinikRente profitieren?

Die Beschäftigten der Krankenhäuser, Reha- und Pflegeeinrichtungen sowie sonstige Unternehmen der Gesundheitswirtschaft. Gerade hier sind viele von den Auswirkungen der Demografie doppelt betroffen: Die staatliche Rente und die öffentliche und kirchliche Zusatzversorgung (ZVK/VBL) - beide senken die Leistungen.

 

2. Welche Vorteile hat die Entgeltumwandlung

Bei entsprechender Gestaltung sind die Beiträge steuer- und sozialabgabenfrei und  wirken sich so deutlich geringer auf die Nettoauszahlung aus. Die nachgelagerte Versteuerung und Verbeitragung findet erst bei der Auszahlung mit dem Erreichen der Altersgrenze statt. In der Regel ist die Steuerbelastung mit dem Bezug von Rentenzahlungen deutlich niedriger und führt damit zu einer deutlichen geringeren Steuerbelastung.

 

3. Lohnt sich Entgeltumwandlung auch noch für Ältere?

Ja, denn Sie profitieren auch zu diesem Zeitpunkt von der Steuer- und (ggf.) der Sozialabgabenfreiheit. Die Stiftung Warentest hat im „Finanztest Spezial – Altersvorsorge im Betrieb“ die Entgeltumwandlung Arbeitnehmern über 55 Jahren besonders empfohlen.

 

4. Hat die Entgeltumwandlung Auswirkungen auf die Zusatzversorgung?

Nein. Bei der Zusatzversorgung (ZVK/VBL) ergeben sich keine Änderungen. Weder sinkt durch die Entgeltumwandlung die Leistung der Zusatzversorgung, noch wird eine Anrechnung vorgenommen.

 

5. Hat die Entgeltumwandlung auch Nebenwirkungen?

Wenn Sie Bruttolohn in Versorgungslohn umwandeln, werden für die umgewandelten Gehaltsteile keine Beiträge zur Sozialversicherung (SV) einbehalten. Deswegen hat die Beitragsersparnis entsprechende Leistungsminderungen bei der gesetzlichen Rentenversicherung, dem Arbeitslosengeld und dem Krankengeld zur Folge. Beispiel: 100 Euro Gehaltsumwandlung ergeben derzeit eine Minderung der gesetzlichen Rente von monatlich 1,04 Euro (0,92 Euro Ost) für jedes Jahr der Entgeltumwandlung.* (Beispiel: 25 Jahre Laufzeit entsprechen ca. 26 Euro (23 Euro Ost) monatlich weniger gesetzliche Rente.*) Da die Beitragsersparnis in eine attraktiv verzinste betriebliche Versorgung eingezahlt wird, gilt das was die Verbraucherzentrale in ihrer Broschüre „Altersvorsorge richtig planen“ auf der Seite 36 folgendermaßen beschreibt: „Die Schmälerung der gesetzlichen Rente ist allerdings minimal und kann im Grunde vernachlässigt werden. Eine gute Betriebsrente gleicht das locker aus.“ Das zeitlich befristete Krankengeld/ Arbeitslosengeld verringert sich analog zum Umwandlungsbetrag. Die Positivwirkung eines lebenslangen zusätzlichen Rentenbezugs kompensiert dies jedoch bei weitem. Zudem fällt dies natürlich nur dann ins Gewicht, wenn überhaupt Krankengeld / Arbeitslosengeld in Anspruch genommen wird.

 

6. Was kann ich tun, wenn ich nicht weiß, welche betriebliche Altersversorgung mein Arbeitgeber anbietet?

Sie sollten sich mit der Personalabteilung und ggf. mit der Arbeitnehmervertretung in Verbindung setzen und dort nachfragen. Jeder Arbeitgeber ist vom Gesetzgeber verpflichtet, Ihnen ein entsprechendes Angebot zu machen.

 

7. Kann ich meinen KlinikRente-Vertrag zu einem neuen Arbeitgeber mitnehmen?

Ja, im Falle der Direktversicherung ist eine Mitnahme der Altersversorgung uneingeschränkt möglich. Bei der Unterstützungskasse ebenfalls, wenn der neue Arbeitgeber Mitglied der Unterstützungskasse ist oder wird. Innerhalb des Versorgungswerkes KlinikRente erfolgt bei Arbeitgeberwechsel zwischen den Mitgliedsunternehmen eine einfache Ummeldung.

 

8. Was passiert mit meiner Entgeltumwandlung, wenn ich aus der Firma ausscheide?

Wenn Sie als Arbeitnehmer Entgelt für eine betriebliche Altersversorgung umwandeln, ist Ihr Anspruch auf die versicherten Leistungen von Beginn an unverfallbar. Wenn Sie aus dem Unternehmen ausscheiden, bleiben Ihre Versorgungsansprüche der vereinbarten Versorgungszusage entsprechend, in der Höhe erhalten, die Sie zu diesem Zeitpunkt erreicht haben. Im Durchführungsweg der Direktversicherung haben Sie außerdem die Möglichkeit, Ihren Vertrag privat weiterzuführen.

 

9. Können die eingezahlten Beträge auf Wunsch auch ausgezahlt werden?

Nein, die Leistungen dürfen nur im Leistungsfall erbracht werden.

 

10. Kann ich die Leistungen auch früher als vereinbart in Anspruch nehmen?

Sie können Ihre Leistungen in Anspruch nehmen, wenn Sie aus Altersgründen aus dem Unternehmen ausscheiden und das 62. Lebensjahr vollendet haben. Wenn Ihre Entgeltumwandlung vor dem 01.01.2012 begonnen hat, ist der früheste Abruftermin schon das Ausscheiden aus Altersgründen und das vollendete 60. Lebensjahr.

 

11. Kann ich eine Kapitalzahlung statt einer lebenslangen Rente wählen?

Ja, in vielen Fällen machen Beschäftigte von der Kapitalzahlung Gebrauch. Damit Sie bei der Entscheidung über die aktuellen Möglichkeiten informiert sind und diese für Ihre individuelle Situation optimal nutzen können, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit Ihrer/ Ihrem KlinikRente-Berater(-in) ca. ein Jahr vor dem beabsichtigten Renteneintrittstermin.

 

12. Muss ich für die späteren Auszahlungen bzw. Leistungen Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung bezahlen?

Ja, wenn man in der gesetzlichen Krankenversicherung pflicht- oder freiwillig versichert ist, muss man auf die Auszahlungen Beiträge für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe leisten.

 

13. Muss ich für Auszahlungen aus Betriebsrente bzw. auf Kapitalzahlungen Steuern zahlen?

Die Auszahlungen müssen Sie versteuern. Dabei wird der sich aus Ihren Einkünften ergebende individuelle Steuersatz zugrunde gelegt. Die Steuern im Alter sind in der Regel nicht so hoch, wie in der aktiven Zeit, weil das Einkommen im Alter i.d.R. entsprechend niedriger ist.

Bei einer Kapitalauszahlung aus KlinikRente Plus (Unterstützungskasse) kann die Möglichkeit der Fünftelungsregelung nach § 34 Einkommensteuergesetz genutzt werden. Damit Sie bei der Entscheidung über die aktuellen Möglichkeiten informiert sind und diese für Ihre individuelle Situation optimal nutzen können, empfehlen wir die Kontaktaufnahme mit Ihrer/ Ihrem KlinikRente-Berater(-in) ca. ein Jahr vor dem beabsichtigten Renteneintrittstermin.

 

14. Was geschieht, wenn ich Elternzeit in Anspruch nehme oder länger als 6 Wochen krank bin?

Die Entgeltumwandlung wird automatisch beitragsfrei gestellt, wenn Sie aus der Lohnfortzahlung raus sind. Die bis dahin erworbenen Ansprüche bleiben erhalten.

 

15. Was passiert mit meiner Entgeltumwandlung, wenn ich Arbeitslosengeld II bekomme?

Ihre Versorgungsansprüche bleiben erhalten. Die Ansprüche sind quasi “Hartz IV sicher”.

 

16. Was passiert, wenn ich mir die Entgeltumwandlung nicht mehr leisten kann?

Es besteht die Möglichkeit, die Beitragszahlung im Einvernehmen mit Ihrem Arbeitgeber zu verringern oder einzustellen. Die Beiträge und Leistungen werden der neuen Situation angepasst.

 

Hinweis zu Durchführungswegen

Es stehen grundsätzlich drei Durchführungswege zur Verfügung: Die Direktversicherung, die Pensionskasse und die Unterstützungskasse. Fragen zur Portabilität (Mitnahme beim Arbeitgeberwechsel), zu den Höchstgrenzen der Förderung und zu Wechselwirkungen mit den Zahlungen an die ZVK unterscheiden sich bei diesen Wegen. Gern werden Sie hierzu in persönlichen Gesprächen individuell aufgeklärt und beraten.

 

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